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Leistung

Dauerzug –
Mechanische lumbale Traktion

Gezielte Entlastung der Lendenwirbelsäule bei Rücken- und/oder Gesäß-Bein-Schmerzen.

Illustration der Lendenwirbelsäule mit Zugrichtung bei der Traktionsbehandlung

Die mechanische lumbale Traktion, auch Dauerzug genannt, ist eine physiotherapeutische Behandlungsmethode, bei der durch kontrollierte Zugkräfte eine vorübergehende Entlastung der Lendenwirbelsäule (LWS) angestrebt wird. Sie kann bei Rücken- und/oder Gesäß-Bein-Schmerzen als ergänzende Therapiemaßnahme infrage kommen.

Wann ist eine lumbale Traktion sinnvoll?

Eine lumbale Traktion kann insbesondere bei folgenden Beschwerden infrage kommen:

  • Bei bandscheibenbedingten Rückenbeschwerden: Dauerzug kann bei geeigneten lumbalen Bandscheibenvorwölbungen oder Bandscheibenvorfällen zur Linderung der Beschwerden sinnvoll sein.
  • Bei ausstrahlenden Gesäß- und Beinschmerzen: Bei ausgewählten bandscheiben- oder stenosebedingten Beschwerden kann Dauerzug ebenfalls als ergänzende Maßnahme infrage kommen.

Wie läuft die Behandlung ab?

Die Behandlung erfolgt auf einer speziellen Traktionsliege. Gepolsterte Gurte am Oberkörper und Becken ermöglichen es, eine individuell dosierte Zugkraft auf die Lendenwirbelsäule auszuüben. Dadurch können die mechanischen Belastungsverhältnisse zwischen Wirbelkörpern, Bandscheiben und angrenzenden Strukturen vorübergehend beeinflusst werden. Ziel ist es, Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Gesäß-Bein-Schmerzen zu reduzieren.

Ob die Behandlung geeignet ist, wird anhand des physiotherapeutischen Befundes, der Beschwerden und der individuellen Verträglichkeit beurteilt. Zugkraft und Behandlungsdauer werden entsprechend angepasst; bei Bedarf wird die Traktion mit weiteren Maßnahmen wie der Manuellen Therapie kombiniert.

Entsprechende Kontraindikationen werden selbstverständlich im Vorfeld sorgfältig abgeklärt und ausgeschlossen.

Fachliche Grundlage

Das Prinzip der Wirbelsäulentraktion wurde unter anderem durch Dr. James Cyriax geprägt. Die praktische Anwendung in meiner Praxis orientiert sich auch an den fachlichen Empfehlungen von Dr. Anja Matthijs, fachliche Leitung der IAOM (Informationen zur IAOM).

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